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Energiewende macht Supraleiter immer attraktiver

Energiewende macht Supraleiter immer attraktiver

Fachtagung ZIEHL III zeigt Fortschritte der Schlüsseltechnologie für Energieeffizienz

Bonn – Supraleiter können die technische Umsetzung der 2011 beschlossenen Energiewende in Deutschland in wichtigen Bereichen vereinfachen. Die widerstandslosen Stromleiter erleichtern die Anpassung der Stromnetze an neue Anforderungen und eröffnen neue Möglichkeiten in der Stromerzeugung mit erneuerbaren Energien. Zu diesem Ergebnis kamen Experten aus Industrie, Wissenschaft und Politik auf der dritten Fachtagung „Zukunft und Innovation der Energietechnik mit Hochtemperatur-Supraleitern“, ZIEHL III, am 6. und 7. März 2012 in Bonn.

 

Im Mittelpunkt der 26 Konferenzbeiträge auf der alle zwei Jahre stattfindenden Veranstaltung stand die Energietechnik. Berichte und Diskussionen machten deutlich, dass wichtige technische und wirtschaftliche Probleme beim umweltverträglichen Umbau der Stromversorgung mit Supraleitern gelöst werden können. Welche Erwartungen die Politik an die Technologie knüpft, unterstrich Dr. Knut Kübler, Leiter des Referats Energieforschung im Bundeswirtschaftsministerium: „Mit der Energiewende will Deutschland die Chance nutzen, seine Vorreiterrolle in der Energietechnik weiter auszubauen. Die Förderung der Supraleitertechnologie ist für uns ein wichtiger Baustein zur nachhaltigen Sicherung des Wirtschaftstandorts.“

Supraleiter weisen keinen elektrischen Widerstand auf und übertragen Strom praktisch ohne Verluste. Supraleitende Kabel können deshalb schon mit geringen Leitungsquerschnitten sehr große Stromdichten übertragen. In Ballungsräumen, wo konventionelle Stromkabel durch den stetig steigenden Strombedarf ihre Leistungsgrenze erreichen, lassen sich mit dieser Technik neue, weit höhere Kapazitäten bereitstellen. Konkretisiert wurde dies auf der ZIEHL III Tagung unter anderem am Beispiel eines Supraleiter-Kabelprojekts für die innerstädtische Stromversorgung in Essen.

In der fachlichen Diskussion nahm zudem der Schutz der Stromnetze vor Überlastschäden breiten Raum ein. Steigende Stromnachfrage, mehr dezentrale Anlagen zur erneuerbaren Stromerzeugung und schwankende Einspeisemengen machen einen Umbau der Infrastruktur unvermeidlich. Auf der Konferenz wurden supraleiterbasierte Strombegrenzer vorgestellt, mit denen Anpassungen der Netze einfacher und effizienter durchgeführt werden können, als mit konventionellen Schutzsystemen.
Neue Möglichkeiten eröffnen Supraleiter auch beim Bau hochdynamischer Elektromotoren und in der Stromerzeugung. Supraleiterbasierte Generatoren für Wind- und Wasserkraftanlagen sind sehr kompakt, gewichtsparend und vor allem im Teillastbetrieb effektiver als herkömmliche Systeme. Sie bieten dadurch wirtschaftliche Vorteile, die den raschen Ausbau der erneuerbaren Stromerzeugung Experten zufolge wesentlich begünstigen können.

Mit dem Spektrum industrieller Anwendungen werden nach Einschätzung von Dr. Werner Prusseit, Präsident des Industrieverbands Supraleitung, nicht zuletzt die Märkte der Hersteller des Leitermaterials wachsen: „ Die Vielzahl der auf der ZIEHL Tagung 2012 vorgestellten Industrieanwendungen und konkreten Projekte ist ein klarer Indikator dafür, dass der Bedarf an supraleitendem Draht in den kommenden Jahren deutlich steigen wird. Auch in diesem Bereich sind deutsche Unternehmen auf einem guten Weg.“

 

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